Until Tomorrow

Die Gruppenausstellung Until Tomorrow wendet sich künstlerischen Arbeitsprozessen zu, die aus einer Erfahrung von materieller oder finanzieller Einschränkung oder Isolation resultieren oder davon bedingt sind. Die gegenwärtige Situation globaler Pandemie bringt einen Zustand hervor, der von der Herausforderung bestimmt ist, zwischen der Entschleunigung und der selbstregulatorischen Produktivität(saufforderung) eines in der Krise gefangenen Systems zu navigieren. Diese Ambivalenz mündet für die einen in Verweigerung, während es für andere Verausgabung und außerordentliches, kompensatorisches Produktivsein bedeutet. Dem Nicht-Produktiven, Ausweichenden, sowie dem künstlerischen Erleben von Krise und Stagnation kommt in der Gruppenpräsentation eine besondere Gewichtung zu.
Die Ausstellung leiht sich ihren Titel von der gleichnamigen Instagram-Challenge(1) und greift damit das Konzept eines besonderen Zwischenstandes, einer die gewöhnliche Ordnung der Dinge überschreitenden Momentaufnahme auf, die morgen – so das Selbstverständnis – wieder vorbei sein wird.

(1) Unter dem Hashtag „Until Tomorrow“ wurden Ende März, in den vielerorts ersten Tagen des Lockdowns, reihenweise unvorteilhafte Selfies gepostet, die für 24 Stunden online verbleiben sollten, bevor sie wieder gelöscht wurden.

Kuratiert von Judith Grobe, Anna-Lena Rößner und Gergana Todorova.

Mit Arbeiten von Federico Braunschweig, Veronika Haller, Markus Haas, Valentin Hesch, Tomoe Hikita, Julius Jurkiewitsch, Evelyn Kliesch und Anna Steward.

Eröffnung: Mi 21.10.2020 17 – 22 Uhr
Do 22.10.2020 – So 15.11.2020
Mi – So 14 – 19 Uhr

Performance “Mutabor Manikin”: Do 05.11.2020 + Fr 06.11.2020 18 Uhr

Akademie Galerie Nürnberg
Hauptmarkt 29
90403 Nürnberg

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